Sonderausgabe Umsatzsteuerbetrug
Das schlägt dem EU Fass den Boden aus
Durch Umsatzsteuer-Betrug bei Geschäften innerhalb der EU entgehen den Mitgliedsstaaten jährlich rund 100
Milliarden Euro. Durch verschiedene Fristen im USt-Recht ist das Verbrechen sehr simpel
EU ist Spielfeld für Kriminelle
Der Trick mit den Fristen - Das Prinzip ist denkbar einfach und macht sich zwei Besonderheiten des Mehrwert-
oder Umsatzsteuerrechts in der EU zunutze - Rondelez erklärte auch, warum Umsatzsteuerbetrug für kriminelle
Organisationen attraktiv ist: "Personen, die zuvor wegen Drogenhandels oder anderer Delikte der
Schwerkriminalität verurteilt worden sind, sehen nun, dass es keinen Grund für dieses Risiko gibt. Sie steigen
um, wegen des geringeren Risikos beim Umsatzsteuerbetrug." Die EU werde mehr und mehr das Spielfeld für
diese Kriminellen aus Ländern außerhalb der Union. Es wurden Tätergruppen aus Israel, dem Balkan oder
Lateinamerika beobachtet. Das Geld geht nicht selten auch auf Offshore-Banken - Die
Presse: Umsatzsteuerbetrug- Einfach, sicher und hoch rentabel
Ein Riesengeschäft, auch in Österreich
Talk of Town Thema: Werner Rydl - Gentlemangauner oder eiskalter Betrüger? (04.03.2010)
Die Geschichte zeigt das sich die Finanz Behörden an den Firmen schadlos halten wollen, die absolut nichts
dafür können, sie wollen ja im Gegenzug den Herrn Rydl klagen (1998: Klage-Offensive)
für die Versäumnisse der Behörden kann aber auch der Rydl nichts und hier läuft auch ein ganz anderer Hase,
nämlich die Tatsache das es viele Firmen gibt die das auch heute noch tun (meistens Reimporteure) - hier fällt
auf das der F-Minister großzügig das Angebot ablehnte diesen Herrn zu beschäftigen, lässt viele offene
Vermutungen zu - auch die Aussage von Werner Rydl das er aus Rache geklagt und verurteilt wurde (wird) erfüllt
diese Annahmen
Wichtig ist die Anmerkung das niemand diese überteuerten Waren gekauft hatte, war und ist ja auch nicht
notwendig
13.04.2010
Pröll: Keine Schäden für Steuerzahler
Ein Sprecher von Finanzminister Josef Pröll betont im Gespräch mit der "Wiener Zeitung", dass es
durch die Personalpolitik in der Finanzverwaltung zu keinem Schaden für den Steuerzahler komme
Zum Umsatzsteuerbetrug in Österreich gebe es keine seriösen Zahlen
Wien. Die heimischen Finanzämter sind personell unterbesetzt. Dem Staat entgehen deshalb Jahr für Jahr
Milliardenbeträge, da vor allem die Prüfung von Betrieben vernachlässigt wird
Warum-Darum: Steuermissbrauch in der Umsatzsteuer
Erst vor wenigen Jahren hat die ÖVP die Beseitigung des Umsatzsteuermissbrauchs im
Familienbereich verhindert. Eltern kaufen eine neu errichtete Eigentumswohnung, vermieten sie mit einem
kleinen Gewinn an die Kinder, nehmen aber den vollen Vorsteuerabzug von 20% aus den Errichtungskosten in Anspruch;
nach lächerlichen zehn Jahren können sie die Wohnung den Kindern ohne Nachversteuerung des Vorsteuerabzugs
schenken. Die geplante und sachgerechte Verlängerung der Frist auf 20 Jahre scheiterte am Widerstand der ÖVP.
Ein weiterer geduldeter Steuermissbrauch findet sich bei den Gemeinden: Weil diese vor allem bei Gebäuden
keinen Vorsteuerabzug haben, schalten sie mit hohem Beratungs- und Organisationsaufwand Leasinggesellschaften
dazwischen, die sich den Vorsteuerabzug holen und das Gebäude billig an die Gemeinde weitervermieten. Das
Gleiche spielt sich in großem Stil bei den Banken ab